Okt 15

Es sind inzwischen schon über 2 Monate vergangen, seit ich aus Malaysia zurückgekehrt bin. Ich muss sagen, die Zeit seit meiner Landung Anfang August verging wie im Flug. Damals konnte ich noch nicht ahnen, dass dies nicht der letzte Interkontinentalflug in diesem Jahr gewesen sein soll.

Denn wie es der Zufall will, bin ich jetzt gerade im Land der unbegrenzten Möglichkeiten…in Amerika.

…ich lasse einfach ein paar Bilder für mich sprechen

Mai 13

Auch in Malaysia gibt es einen Alltag, und aus diesem Grund hatte ich in den letzten Wochen nicht so viel neues auf dieser Seite zu berichten.

Der letzte Samstag ist mir aber auf jeden Fall wieder einen Bericht wert.

Für Samstag Nachmittag wurde ich zu einem original indischen Tempelfest eingeladen. Es war nicht eines dieser Feste, welche für Touristen veranstaltet werden, was auch schon daran zu erkennen war, das ich der einzige europäische Besucher war.

Zu Beginn der Zeremonie, wurde eine kurze Rede gehalten, welche ich jedoch auf Grund meiner nicht vorhanden indisch Kenntnisse nicht verstehen konnte. Im Anschluss der Rede wurde die Gottesstatue von mehreren Priestern nach draußen getragen. Ca. 30min später kamen die Gruppe zurück und stellten die Statue in ein aus Bananenblättern und Holz gebautes Zelt. 2008-05-10 (3).JPG

Von diesem Platz aus hatte die Figur einen freien Blick auf ein Becken voller glühender Holzkohle.2008-05-10 (2).JPG

Nach einer Weile begann sich eine Menschenschlange an der Kohle zu bilden. Jetzt liefen die Männer der Reihe nach, mal schneller mal langsamer, barfuß über die Kohle. Je langsamer sie liefen, desto mehr Applaus gab es anschließend von der Menge.

2008-05-10 (18).JPGZur Abkühlung der Füße stand hinter der Kohle ein Becken mit Milch bereit. Manche der Gäste versetzten sich vor dem Überschreiten der Kohle in eine Art Trance, was aus meiner Sicht dann wirklich erschreckend wirkte, aber das schien, wie mir bestätigt wurde, völlig normal zu sein. Der erste Mann, welche über die Kohle lief ist, hat das nicht nur ein mal getan, sondern gleich 4 mal in Folge.

Ich muss sagen, dieser Tag bot mir mehr als alle Tage zuvor einen Einblick in das Leben auf Penang und es war eine Erfahrung, welche ich glaube nicht so schnell vergessen werde.

Apr 15

Ich glaube dass ich letzte Woche den Ausstatter der Wok WM entdeckt habe.

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Apr 07

Um mir einen ersten Eindruck von der Hauptstadt Malaysias zu machen, entschied ich mich den Samstag nach Kuala Lumpur zu fliegen. Die erste Überraschung erlebte ich als ich früh um 6Uhr ein Taxi rufen wollte. Ich bin also zum Wachhaus meines Wohnhauses gegangen und fragte ob sie mir ein Taxi rufen könnten. Zu meiner Verwunderung hatten sie keine Telefonnummer. Nach kurzem Überlegen wie ich jetzt zum Flughafen kommen könnte erübrigte sich die Frage von selbst, denn gerade in dem Moment kam ein Auto aus unserer Tiefgarage gefahren. Als einer der Sicherheitsmänner den Fahrer fragte ob er eine Telefonnummer für ein Taxi hat, bot dieser an mich direkt zum Flughafen zu fahren, weil er sowieso dort vorbei kommt.

Am Flughafen lief alles problemlos, und so landete ich gegen 9Uhr auf dem LCC-Terminal in Kuala Lumpur. Da Air Asia mit einem Busunternehmen zusammenarbeitet, konnte ich das Ticket für die Fahrt in die Innenstadt bereits im Flugzeug kaufen.

Am Hauptbahnhof begann dann mein Rundgang durch KL. Zuerst fuhr ich mit einer Monorail (eine Hochbahn auf einer Schiene) in Richtung Petronas Towers. Es bot sich schon ein gigantischer Anblick, wenn man am Fuß der 452m hohen Türme steht und nach oben schaut. Leider wird es pro Tag nur ein paar Besuchern gestattet im Turm nach oben zu fahren. Die Tickets dafür werden früh um 8 Uhr ausgegeben, zu einer Zeit wo ich noch am Flughafen in Penang saß.

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Nach mehreren Fotos und einem Gang rund um das Gebäude machte ich mich weiter zum Menara Kuala Lumpur Tower. Der Fernsehturm ist mit 421m auch nicht gerade ein klein und er hat den Vorteil das Besucher den ganzen Tag zur Aussichtsplattform fahren können. Oben angekommen war ich froh, dass es zu diesem Zeitpunkt nicht regnete und so hatte ich einen wunderbaren Ausblick über die ganze Stadt. Über der Besucherplattform befindet sich noch ein Restaurant, aber ohne einer Reservierung, welche mind. 3 Tage vorher erfolgen sollte, kommt man dort nicht rein.

Nachdem ich wieder mit beiden Füßen auf dem Boden stand ging es weiter zum Berjaya Times Square, einem Einkaufszentrum mit über 1000 Geschäften. Diese waren aber nicht der Grund warum ich dort unbedingt hin wollte, sondern in dem Gebäude befand sich ebenfalls ein Freizeitpark mit der größten Indoor Achterbahn Süd-Ost Asiens. Und ich muss wirklich sagen, es ist schon ein toller Anblick wenn die Achterbahn zwischen der 5. und 10. Etage ihre Runden fährt. Auf meinen Fotos ist leider nicht die gesamte Achterbahn zu sehen, da man den zweiten Teil nur sehen konnte wenn man Eintritt für den Freizeitpark zahlt. So genoss ich also Kaffee und Kuchen während über mir immer wieder kreischende Leute zu hören waren, sobald die Bahn durch den Looping fuhr.Kuala Lumpur (7).JPG

Mein nächstes Ziel hieß China Town. Dort ging ich über einen Markt wo es wirklich alles gab, von Kleidung über CDs und DVDs bis hin zu technischen Geräten aller Art. Mein Aufenthalt dort dehnte sich etwas aus, denn der Markt hatte einen entscheidenden Vorteil, er war überdacht. So wartete ich dort, bis der Regen vorbei war und machte mich dann auf dem Weg zum Zentral Markt. Ich hatte mich schon auf einen Markt ähnlich dem eben besuchten eingestellt, doch weit gefehlt. In einer Halle wurden dort Handgefertigte Gegenstände angeboten. Es gab verschiedenste Holzgegenstände oder auch handbemalte Tücher und Stoffe. Außerhalb gab es mehrere Essensstände wo ich mir, da es inzwischen 15Uhr war etwas zu Essen kaufte. Ich hatte mir vorgenommen so oft wie möglich etwas Neues zu probieren, also machte ich mich auf die Suche nach interessant aussehenden Speisen. Ich fand einen Stand an dem es sowohl etwas gab, was aussah wie dünne knusprige Brotscheiben und etwas, was einer Art Wurst ähnelte. Aber falsch gedacht, es war weder das eine noch das andere, sondern wie mir gesagt wurde sei es Fisch. So sah es nun aber wirklich nicht aus, und nach meinem erstauntem Blick bot mir der Verkäufer etwas zum probieren an. Es schmeckte wirklich nach Fisch, also schloss ich daraus, es wird wohl ein Teig sein, der in Fischöl frittiert wird. Ich nahm eine gemischte Tüte um von beidem etwas zu essen. Somit hatte ich zum einen die Cracker und zum anderen die außen knusprigen und innen weichen Würste. Später schaute ich im Internet was ich nun eigentlich genau gegessen habe. Ich fand eine Beschreibung, dass Keropok Lekor eine Art Teig bestehend aus Sago und Fischpaste ist. Kuala Lumpur (10).JPG

Von dort aus wollte ich wieder zum Hauptbahnhof laufen, doch auf der Hälfte der Strecke begann es wieder zu regnen und deshalb fuhr ich den Rest der Strecke mit der S-Bahn. Ich musste leider schon 2 Stunden vor meinem Abflug am Flughafen sein, um mein Tickte zu holen. Wie ich erfuhr, kann mir dass beim nächsten mal erspart bleiben, da man bei Air Asia auch über das Internet einchecken kann und somit erst 30min vor dem Start da sein muss. Mit 1 Stunde Verspätung startete mein Flugzeug, und ich war gegen 23 Uhr wieder in Penang. Zum Glück dauerte es nicht noch länger, denn ab Mitternacht zahlt man auf der Insel für Taxifahrten einen Nachtaufschlag.

Am Anfang war ich etwas skeptisch, ob ich nicht doch in Kuala Lumpur hätte übernachten sollen, doch ich muss sagen, dass ein Tag reicht um einen schönen Überblick über die Stadt zu bekommen.

Apr 01

Im Laufe der letzten Woche wurde ich während meines Heimwegs auf einen Wanderweg aufmerksam. Dieser Weg beginnt nicht weit von meinem Appartement und führt auf einen anliegenden Berg.

Gestern Abend, die Sonne schien und es sah nicht nach Regen aus, machte ich mich auf zu eben diesem Pfad. Ich war nicht der einzige, der diesen Weg gestern laufen wollte, denn wie an jedem Abend zuvor, als ich dort vorbei fuhr, waren eine Menge Menschen unterwegs. Der Weg startete in einem Wald und es ging von Begin an steil bergauf. Bukit Jambul (6).JPG

Wie immer war es auch an diesem Tag richtig warm, und so freute ich mich während meines Laufens darauf, sobald ich oben ankomme etwas Kaltes zu trinken und einem leckeren Essen. Nach mehreren hundert Metern steilen Weges erkannte ich bereits eine Lichtung und die Spitze des Berges. Hinter den Bäumen wurde auch ein Wellblechhaus sichtbar und ich überlegte mir schon was ich gleich bestellen könnte. Umso größer war meine Verwunderung als sich das Haus nicht als Gaststätte oder Imbiss entpuppte, sondern als Freiluftfitnessstudio. Bukit Jambul (4).JPG

O.K. Fitnessstudio ist vielleicht leicht übertrieben, aber es befanden sich eine Menge Trainingsgeräte unter diesem Dach, welche auch von zahlreichen Personen genutzt wurden. Auch die weitere Suche nach etwas trinkbarem blieb erfolglos, hier befanden sich wirklich nur eine Aussichtsplattform mit Bänken und eben diese Fitnessgeräte. Also genoss ich noch ein wenig die Aussicht auf die Penangbridge und Georgetown und machte mich danach wieder auf den Weg nach unten.

Ich denke daran sollten sich die Fitnessstudiogänger in Deutschland mal ein Beispiel nehmen, hier wird nicht mit dem Auto zum Training gefahren um dann evtl. auch noch bis mit dem Fahrstuhl, statt auf der Treppe, in den 3. Stock zum Fitnessstudio zu kommen. In Penang beginnt die Erwärmung bereits durch einen Marsch in der freien Natur.